Nahrungsergänzungsmittel für Hunde: Wann und warum man sie geben sollte

Hochwertiges Industriefutter (Super-Premium-Trockenfutter) deckt theoretisch den grundlegenden Nährstoffbedarf eines gesunden Hundes ab. In bestimmten Lebensphasen oder bei besonderen Empfindlichkeiten reichen die klassischen Nahrungsaufnahmen jedoch nicht mehr aus. Nahrungsergänzungsmittel helfen dann, gezielte Mängel auszugleichen, ohne die Kalorienzufuhr unnötig zu erhöhen.

1. Unterstützung der Gelenke bei Senioren oder sportlichen Hunden

Arthrose betrifft jeden fünften Hund über 7 Jahren.

  • Wichtige Wirkstoffe: Glucosamin und Chondroitin. Diese natürlichen Moleküle stimulieren die Knorpelregeneration und bremsen deren Abbau.

  • Wann beginnen? Bei großen Rassen (Labrador, Deutscher Schäferhund) ab einem Alter von 5 oder 6 Jahren oder sobald erste Anzeichen von Steifheit nach der Belastung auftreten.

2. Lachsöl & Omega-3 für Haut und Fell

Wildfischöle sind reich an essentiellen Fettsäuren (EPA und DHA) und haben eine anerkannte entzündungshemmende Wirkung.

  • Anwendung: Ideal während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst, zur Beruhigung von zu Juckreiz neigender Haut oder um stumpfem und brüchigem Fell wieder Glanz zu verleihen.

  • Nebeneffekt: Omega-3 unterstützt die kognitive Funktion alter Hunde sowie deren Nierengesundheit.

3. Probiotika für die Darmflora

Fast 70 % des Immunsystems eines Hundes befinden sich im Verdauungstrakt.

  • Wann anwenden? Nach einer Antibiotikabehandlung, während einer Futterumstellung oder in Stressphasen (Umzug, Einzug eines zweiten Tieres). Sie ermöglichen den Wiederaufbau des Darmmikrobioms und stoppen chronischen Durchfall.

⚠️ Vorsichtsmaßnahmen: Ein Nahrungsergänzungsmittel ersetzt keine tierärztliche Behandlung. Halten Sie sich strikt an die Dosierungsempfehlungen basierend auf dem Gewicht des Tieres.

Quellen: AFVAC (Französischer Verband der Tierärzte für Haustiere), NRC (Nutrient Requirements of Dogs and Cats).

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